Poesiemeister

Auswertung 14

Auswertung 13
Auswertung 15

Die Sommerpause dräut mit Macht, denn ich muß nach Maastricht. Da kann man Go spielen, und wenn ich das auch nicht mehr so viel wie früher tue - ab und zu eine Europameisterschaft muß einfach sein. Nicht, daß Ihr mich falsch versteht: Europameister werde ich bestimmt nicht...

Diesmal war allein Benjamin schuld, daß die Auswertung so spät kommt. Wenn aber einer der Meisteranwärter auch noch bei mir in der gleichen Wohnung wohnt, bleibt mir nichts übrig als in dem allerhintersten Winkel meiner Kramkiste herumzuwühlen und einen völlig verstaubten Zug meines Wesens hervorzukramen: die mitleidvolle Duldsamkeit. Leider ist das Gerät durch die intensive Benutzung an diesem Wochenende ziemlich ramponiert worden.

Neue Zusatzregel, die bereits auf diese Auswertung angewendet wird: Wenn Fred von Qualle gewählt wird, gibt das keinen Punkt. Und noch eine Regel: Wenn Qualle von Fred gewählt wird, gibt das keinen Punkt. Sonst wird mir das für beide zu leicht.

Eine betrübliche Nachricht für alle Cordula-Fans: sie wird nicht mehr an Poesiemeister teilnehmen. Schade, schade. Im Gegensatz zu Ripley reicht es zwar nicht ganz zum Poesiegesellen ehrenhalber, aber dennoch bedauerlich.

Die Vorgabe war:

      Der alte Kunz war bis ans Grab
      ein rechter Höllenbrand

4-1 (Gulp)

      Da bat er doch, im Alter noch
      um Witwe Pockels Hand

Olav Müller, SPIRITBOX, Benjamin und Alex Mottok wählten diese Fortsetzung (4 Punkte). Das war der diesmalige Hit der Poesiemeisterlehrlinge.

Einen Namen einzuflechten, ist sehr originell, auch wenn ich "Witwe Pockel" schon irgendwo her gehört habe. Heißt Kunz nun mit Vornamen Max oder Moritz? [Digger] Du meinst Frau Bolte.

Das "Da" irritiert mich. Waren wir nicht schon beim Grabe angekommen? [Uwe Waldmann]

Das scheint mir doch sehr von 'Korn und Dorn' inspiriert zu sein. Zwar ganz nett, aber in diesem Fall ... [Lewando]

He, das gefällt mir. Es ist aber einfach zu schön, um das Original zu sein. [Jörg Mintel]

4-2 (Markus Freericks)

      Sein Sohn geriet ihm gar nicht nach,
      war schwächlich von Verstand.

Diesen Vorschlag wählten Uwe Waldmann, Ralf Jacobs und Ralf Menzel. Ralfs gibt es genauso wie Stefans wie Sand am Meer, so scheint es. Es macht das Leben einfacher. Wenn man in einen Raum voller Leute kommt und zufällig gerade kräftige Männer zum Möbelschleppen braucht, ruft man einfach: "Ralf, Stefan, mal eben mit anpacken!" und man kann sich vor Hilfswilligen gar nicht mehr retten.

Jetzt mach ich einen Fehler und sortiere diese Fortsetzung auch noch aus. Aber 'schwächlich von Verstand' ist kein direkter Gegensatz zu 'Höllenbrand'. [Jörg Schleicher]

4-2, 4-10, oder 4-20, das ist jetzt die Frage. Das Problem, daß der alte Kunz nun schon im Grab liegt und jedes weitere Berichten von ihm die Form einer Rückblende hat, wird in 4-2 recht nett gelöst: es wird eben nicht von ihm, sondern von seinem Filius erzählt. Die anderen beiden Kandidaten leisten sich zwar einen Reim mehr -- trotzdem, ich wähle 4-2. [Uwe Waldmann]

Da ist mir der Wechsel des Blickpunkts zu abrupt und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, daß Kunz vor dem Vorgaben-Reim näher beschrieben wurde (zum Beispiel als scharfsinnig). Kein Punkt. [Armin Michel]

4-3 (Benjamin)

      Und selbst der Weg die Gruft hinab
      bedecket war mit Schand

Endlich. Es war ja nicht zum Aushalten bisher. "Schwarzet die Leere", und Ihr wählt das dann auch noch! Aber "bedecket" war selbst für Euch zuviel, und so hat Benjamin bekommen, was er diesmal verdient hat: keinen Punkt. Andererseits hilft ihm das nur bei der Feinabstimmung: Das übernächste Mal wird er Euch den vollkommenen Schleim vorsetzen und dann werdet Ihr alle, alle reinfallen. Ihr schafft das schon, paßt bloß auf.

Oh, hier ist jemandem der gleiche Fehler wie mir selbst (4-4) unterlaufen: 'hinab' ist hinten kurz, 'Grab' (Vorgabe) aber lang. Schade! Außerdem: 'Bedecket war' holpert. [Jörg Schleicher]

Tja, die zweite Zeile enthält doch zu viele dichterische Freiheiten (Worte verdreht, Silbe ab, Silbe dran), und vom Sinngehalt her brüllt das Ding auch nicht gerade. [Meister Qualle]

Diese Verbform scheint mir mehr eine Nachwirkung von schwarzender Leere und nickenden Föhren zu sein als das Original. [Jörg Mintel]

Jauchzet, frohlocket, bedecket die Grüfte... das nervet mich gar sehr. [Alex Mottok]

4-4 (Jörg Schleicher)

      er hielt die ganze Stadt auf Trab,
      daß keiner Ruhe fand.

Peter Kretschmar hat sich hierfür entschieden.

Das mit dem "daß keiner Ruhe fand" erinnert mich fatal an einen mir bekannten Scheuch. [Markus Freericks]

"Trab" ist zwar nach "Demonstrant" das schönste Reimwort dieses Durchgangs, trotzdem kein Punkt von mir. [Uwe Waldmann]

4-5 (Digger)

      und selbst auf seinem letzten Gang
      zerbarst des Gräbers Hand.

Kein Punkt.

Ojeoje. Das hat man davon, wenn man sich von diesen billigen Porzellangräbern beerdigen läßt. Also ich empfehle Stahlbeton, da 'birst' nix, und wenn noch so viele Lokomotiven aus der Leere schwarzen... [Armin Michel]

4-6 (Jörg Mintel)

      Als der in die Grube hüpfte,
      packte ihn die Teufelshand

Auch für den Grabhüpfer keinen Punkt.

Kunzchen in der Grube
lag und war tot. [Alex Mottok]

4-7 (Uwe Waldmann)

      des Nachbars Katzen Gift er gab,
      nagelt' sie an die Wand

Da wäre ich eher auf:

er gab des Nachbars Katzen Gift
und hängt' sie an die Wand

reingefallen. So holpert es einfach. Das schöne 'gab' als Reim hilft nicht mehr. [Jörg Schleicher]

Wes Geistes Kind ist dieser Unsinn? Ganz abgesehen von der holperigen Betonung (nagelt) hat da wohl jemand zu viele böse Bücher gelesen. [Alex Mottok] Es gibt natürlich einen Disclaimer vom Originalautor: "Bitte, bitte, ich bin nicht böse", den ich mal nicht wiedergebe. Soviel Souveränität sollten wir als Poeten haben, daß wir auch schon mal eine Katze auf dem Altar der Dichtkunst opfern.

4-8 (Na, wer wohl?)

      Doch sah ein Aug' auf ihn herab,
      das Gnade für ihn fand.

Benjamin las die Fortsetzung und sagte sinngemäß folgendes: "Qualle". Womit er auch recht hatte. Digger, Stefan Wolf und Fred lasen diese Fortsetzung. Die Stimme von Fred gilt nicht (Fred und Qualle wohnen zusammen): macht zwei Punkte.

Also, offenkundige Gründe fürs Ausscheiden gibt es nicht. Kam in die engere Wahl, und wurde nur aufgrund der minderen Sinnkrise ausgesondert: was kann das für ein Auge sein? [Markus Freericks] Ein fahles glibbriges gnadenvolles.

Was? Das ganze Leben herumgeteufelt und dann wird er so mirnichtsdirnichts von einem dahergelaufenen Poesielehrling innerhalb eines Vierzeilers begnadigt? Und darauf soll ich reinfallen? Keine Punkte, mein Lieber! [Armin Michel]

Das gefällt mir, das ist so ähnlich wie meine Fortsetzung und ist dazu noch gut gemacht. Aber leider kann ich das eine einzelne Auge nicht so recht glauben. Zyklopen als Schutzheilige - ich weiß nicht so recht... [Alex Mottok]

4-9 (Nicole Grochowina)

      Der Tod riß auf sein dunkles Tor,
      die Welt um ihn verschwand.

Hierfür hat sich niemand entschieden.

Um den Tod oder um den Kunz? Ansonsten gefällt's mir ganz gut. Kam in die engere Wahl; wurde dann ausgesondert, weil die Satzstruktur der Vorgabe zu unähnlich war. [Markus Freericks]

Klingt als Fortsetzung einigermaßen plausibel. Ich frage mich nur, wie das Gedicht wohl weitergehen sollte. Das Tor ist offen, die Welt ist verschwunden, jetzt könnte der Tod das Tor wieder schließen, und dann? War das schon alles? (Ich denke: ja.) [Uwe Waldmann]

4-10 (Fred)

      der sich dem Suff und Spiel hingab
      und starb von Mörderhand.

Leider kein gültiger Punkt. Qualle hat dich gewählt, aber das lassen wir mal lieber nicht gelten. Du mußt schon Echtstimmen sammeln, sonst wird das nichts mit dem Meistertitel.

Wenn ich nur wüßte, warum ich das jetzt nicht mag. Inhaltlich gut, holpert auch nicht, ... Halt, ich hab's: Hingeben wird für gewöhnlich auf der ersten Silbe betont. [Jörg Schleicher]

Kam in die engere und engste Wahl. An "Mörderhand" hatte ich übrigens auch gedacht. Ist das ein Pro- oder Anti-Kriterium? Werten wir es als Anti-, sonst fällt mir nämlich nichts gegen diesen Vorschlag ein ;-) [Markus Freericks]

War mit 4-1 das letzte in der engen Auswahl. Leider hat der Poet dann doch Mörderhand geschrieben, wo mir Schurkenhand erheblich besser gefallen hätte. Schade, knapp am Punkt vorbei. [Olav Müller]

4-11 (Ralf Jacobs)

      Der alte Hinz dagegen starb
      friedlich, wie jeder fand

Hinz ist ja auch so einer, der mehr Probleme aufwirft als er löst. Wie lange gibt es die Fügung "Hinz und Kunz" schon in der deutschen Sprache? Kein Punkt für Ralf und Stefan - äh, Ralf Jacobs.

Hübsch. Das holperige Versmaß könnte fast Absicht sein. Aber für Hinz und Kunz ist mir Pfirsich und Pflaum noch nicht lang genug her. [Benjamin]

4-12 (Olav Müller)

      getroffen nur durch Hinterlist,
      geführt von linker Hand.

Fand ich gut: nicht das offensichtliche "Hinz-und-Kunz-Thema", sondern "rechter" Höllenbrand und "linker" Hand. Nur: wieso eigentlich eine linke Hand? Kein Punkt.

Mindere Sinnkrise. Meister Qualles Kriterium anwendend, kann ich mir keine Fortsetzung dieser Fortsetzung vorstellen -- oder zumindest keine, die nicht besser wäre, wenn die obigen Zeilen modifiziert würden. (so was wie
traf Mörders Dolch ihn in die Brust
daß ihm der Sinn bald schwand
ist nun echt grauslich, oder?) [Markus Freericks]

4-13 (Lewando)

      Gehaßt, verflucht stieg er hinab
      vom Teufel nett begrüßet

Nicole wählte Lewando. Ein Punkt.

Zwar ist der Trick, daß kein Reim sich ergibt, uralt, aber 4-13 ist als einziger Vorschlag wählbar, weil er nicht ganz so plump ist, wie die anderen Verse (auch wenn das Original dabei sein sollte). [Nicole]

"Schönen guten Tag, Herr Kunz. Welches Feuer hätten Sie denn gern?" [Uwe Waldmann]

Ah! Vom Teufel nett begrüßet! Das nervet wieder mal ein weniglich. Und was Herr Teufel (der Pförtner der Lübecker Musikhochschule) mit diesem Gedicht zu tun haben soll, ist mir auch unklar. [Alex Mottok]

4-14 (Ludwig Hölty)

      er pflügte seinem Nachbar ab
      und stahl ihm vieles Land.

Das Gedicht ist gar nicht sooo unbekannt, auch wenn einem der Dichter nicht als der beliebteste und bekannteste Name deutscher Dichtkunst einfallen will. Armin Michel und Jörg Schepers haben es gewählt.

Die Langfassung:

      Der alte Landmann an seinen Sohn

      Üb' immer Treu und Redlichkeit
      bis an dein kühles Grab
      und weiche keinen Finger breit
      von Gottes Wegen ab!
      Dann wirst du wie auf grünen Au'n
      durchs Pilgerleben gehn;
      dann kannst du sonder Furcht und Graun
      dem Tod ins Antlitz sehn.

      Dann wird die Sichel und der Pflug
      in deiner Hand so leicht;
      dann singest du beim Wasserkrug,
      als wär' dir Wein gereicht.
      Dem Bösewicht wird alles schwer,
      er tue, was er tu';
      der Teufel treibt ihn hin und her
      und läßt ihm keine Ruh'.

      Der schöne Frühling lacht ihm nicht,
      ihm lacht kein Ahrenfeld;
      er ist auf Lug und Trug erpicht
      und wünscht sich nichts als Geld.
      Der Wind im Hain, das Laub am Baum
      saust ihm Entsetzen zu;
      er findet nach des Lebens Traum
      im Grabe keine Ruh'.

      Dann muß er in der Geisterstund'
      aus seinem Grabe gehn
      und oft als schwarzer Kettenhund
      vor seiner Haustür stehn.
      Die Spinnerinnen, die, das Rad
      im Arm, nach Hause gehn,
      erzittern wie ein Espenblatt,
      wenn sie ihn liegen sehn.

      Und jede Spinnestube spricht
      von diesem Abenteu'r
      und wünscht den toten Bösewicht
      ins tiefste Höllenfeu'r.
      Der alte Kunz war bis ans Grab
      ein rechter Höllenbrand;
      er pflügte seinem Nachbar ab
      und stahl ihm vieles Land.

      Nun pflügt er als ein Feuermann
      auf seines Nachbars Flur
      und mißt das Feld hinab, hinan
      mit einer glühnden Schnur;
      er brennet wie ein Schober Stroh
      dem glühnden Pfluge nach
      und pflügt und brennet lichterloh
      bis an den hellen Tag.

      Der Amtmann, der im Weine floß,
      der Bauern schlug halb krumm,
      trabt nun auf einem glühnden Roß
      in jenem Wald herum.
      Der Pfarrer, der aufs Tanzen schalt
      und Filz und Wuchrer war,
      steht nun als schwarze Spukgestalt
      am nächtlichen Altar.

      Üb' immer Treu und Redlichkeit
      bis an dein kühles Grab
      und weiche keinen Finger breit
      von Gottes Wegen ab!
      Dann suchen Enkel deine Gruft
      und weinen Tränen drauf,
      und Sommerblumen, voll von Duft,
      blühn aus den Tränen auf.

Mein Gedichtbuch führt Herrn Hölty (1748 bis 1776) lakonisch als "anderer Göttinger Dichter" auf, ohne mehr dazu zu sagen. Naja. Ist vielleicht auch nicht nötig.

Jemandem (etwas) abpflügen? Ist vielleicht ein terminus technicus aus der Agrarwirtschaft, mir jedoch unbekannt. Und "vieles Land" ist grausig. [Markus Freericks]

Abpflügen? Hat da wirklich jemand AB-Pflügen geschrieben ?? Entweder diese Person ist tolldreist, oder mein "Wortschatz von 1200 bis zur Neuzeit" ist unvollständig, oder es ist das Original. So oder so, den Punkt hat sich der Dichter verdient. Abpflügen. Das wird mich die nächsten Nächte kosten... {viel später} Obwohl mich jetzt noch ein soeben entdeckter eventuell fehlender Dativ (seinem NachbarN) schmerzt. Sollte der Originalist so gepatzt haben können? Immer diese Entscheidungen. Was solls, ich bleibe dabei. Und sollte auch dieser Vorschlag von Uwe Waldmann sein, dann brauche ich einen guten Zahnarzt, der mein Gebiß wieder aus der Tischplatte zu entfernen vermag. [Armin Michel]

4-14 ist richtig und schön. "Ab-pflügen" - sollte das einer erfunden haben, so ist er ein Genie ! "Vieles Land", nicht "viel Land" - das ist keine poetische Vergewaltigung der Grammatik, sondern schönes altes Deutsch. [Jörg Schepers]

4-15 (Ralf Menzel)

      Daß es wie ihn nur einen gab,
      war weit und breit bekannt.

Nahezu 100% Füllwörter, aber elegant gesetzt. Jörg Schleicher hat auf diesen Vorschlag getippt.

Nett. Kam in die engere und engste Wahl, und wurde nur ausgeschieden, weil ich es zu langweilig fand. [Markus Freericks]

4-16 (Hubertus Hinse)

      Der stets dem Leben voller Trotz
      kühn entgegen stand.

Das hat etwas archaisches, aber Ihr wolltet diesen Vorschlag alle nicht. Kein Punkt - vielleicht hätte man das Versmaß einhalten sollen?

Ein "toll" vor dem "kühn" hätte nicht geschadet. [Uwe Waldmann]

4-17 (Stefan P. Wolf)

      und wenn die Laune sich ergab,
      nahm Feuer er zur Hand

Hübsch. Ein Punkt von Lewando.

Eine recht literale Exegese von "Höllenbrand", aber das muß ja nichts Schlechtes sein. Kam in die engere Wahl; wurde dann ausgeschieden wg. unpassender Wortwahl: "ergibt" sich eine Laune? [Markus Freericks]

Und legte schnell den Feuerbrand
dem Sachsenfürsten an die Föhre,
woraufhin dieser, voller Zorn,
verfluchte alle Kröten-Chöre.

Soviel nur, um den Quallen-Kreis zu schließen. [Armin Michel]

4-18 (Armin Michel)

      Der Hinz hingegen schon als Knab'
      ein linker Demonstrant

Tjaja. Hinz und Kunz. Kein Punkt.

Ich harre des Tages, da Thomas ein "echtes" Gedicht findet, das so einen Anachronismus enthält. Aber das hier paßt thematisch nicht richtig. Die Wortwahl "Höllenbrand" impliziert eine konservative Sichtweise des Autors, und "hingegen...Demonstrant" paßt da nicht. Sorry. [Markus Freericks] Gerade habe ich wegen der neuen Vorgabe geblättert. Was würdest du von folgendem Paar aus Vorgabe und Fortsetzung halten?

Vorgabe:

Seit jenem Tag sind viele, viele Monde
geschwommen still hinunter und vorbei.

Fortsetzung:

Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen
und fragst du mich, was mit der Liebe sei?

Ein berühmter deutscher Dichter hat das hergestellt. Khurrad fragt: Wer war's?

Schon wieder der Hinz. Aber gut gemacht. Hübsche Kontraste ("bis ans Grab - schon als Knab" und "rechter Höllenbrand - linker Demonstrant") die allerdings fatal an die schwarzende Leere erinnern. [Meister Qualle]

4-19 (Alex Mottok)

      Sah Gott aufs Erdenvolk herab,
      den Kunz er niemals fand.

Das konnte das gnadenvolle Auge etwas besser. Daher kein Punkt für Alex.

Bleiben nicht viele Möglichkeiten:
a) Kunz ist ein Außerirdischer, daher nicht im Erdenvolk.
Ist mir etwas zu "Erich von Däniken" und daher aus der Diskussion.
b) Kunz gab es gar nicht auf der Erde.
Aber wo haben sie ihn dann begraben? Macht keinen Sinn.
c) Kunz ist im Erdenvolk, aber Gott sieht schlecht.
Blasphemie! Weg damit. [Armin Michel]

4-20 (Ralf Reske)

      Er soff, was es zu saufen gab,
      fraß alles, was er fand.

Für diese bukolische Fortsetzung entschieden sich Markus Freericks und Jörg Mintel, was zwei Punkte macht.

Schweinchen Dick - was? So was ist vielleicht ein Vielfraß, aber noch lange nicht eindeutig ein Höllenbrand. [Peter Kretschmar]

Und kotzte anschließend aus Gallen. Das erinnert mich irgendwie an den "Sinn des Lebens", den ich heute im Capitol sah... [Alex Mottok] Guter Film. Völlig unterschätzt. Ich sage nur: "Heilbutt".

Und hier die Tabelle der vierten Runde:

                                alt   neu    gesamt
Markus Freericks                9     3      12
Benjamin                        10    -      10
Meister Qualle                  8     2      10
Alex Mottok                     7     -      7
Ralf Menzel                     6     1      7
Gulp                            3     4      7
Uwe Waldmann                    6     -      6
Jörg Mintel                     5     -      5
Stefan "Lupus" P. Wolf          3     1      4
Hubertus Hinse                  3     -      3
Armin Michel                    1     2      3
Cordula Müller                  2     -      ausgeschieden
Jörg Schepers                   -     2      2
Ralf Reske                      -     2      2
Max                             1     -      1
Werner Ente                     1     -      1
Frank Schmidt                   1     -      1
Peter Kretschmar                1     -      1
Steven                          1     -      1
Digger                          1     -      1
Ralph Jacobs                    1     -      1
Lewando                         -     1      1
Jörg Schleicher                 -     1      1

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