List & Tücke 30a - 35

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L&T 26-30
L&T 36-40

L&T 30a

In Ork 15 gab es unglaubliche Mengen von Diplomatenpost. Daher hatte ich in einer begrenzten Auflage eine Nummer 30a von L&T herausgegeben. Einer der Hauptschreiber war Aleksandr Kerensky aus Tau Ceti (aka Thomas Vogt), der leider ein überraschendes und plötzliches Ende nahm, weil er etwas überschnappte.

Der Rote Ryan

"Das größte Schwein im Schwarzen Reich",
frag ich Euch heut, "wer ist das gleich?"
Die Antwort fällt mir sehr schnell ein -
es muß der Rote Ryan sein!
Zwei Gründe gibt es dafür gleich:
Zum einen ist er furchtbar reich.
Zum anderen betrügt er oft,
und niemand merkt es - wie er hofft.
Eines, das hab ich glatt noch vergessen:
Seine Gedichte, die haben gesessen.
Denn wie uns die Schule der Dichtkunst lehrt,
gibt's zahlreiche Feinde, wenn man verkehrt
die Reime schreibt. Das ist mal klar,
ob ihm das am Ende nicht peinlich war?

Tau Ceti im Jahre 4
Zum Jahr 3

Hofdichter

Aus allen Bewerbern um den Platz des Hofdichters in Tau Ceti habe ich zwei ausgewählt. Weil die Gedichte aber bei Euch ankommen sollen, überlasse ich Euch die Wahl zwischen den beiden. Hier eine Probe der Kunst der beiden besten Bewerber:

Kandidat 1:

Es mir eine große Freude ist,
zu dienen dem, der der Allergrößte ist.
Im Palast der weisen Elben fühl ich mich wohl,
dazu er wohl auch dienen soll.

Kandidat 2:

Berrychten sohlte Ich
Waas had ereichned sich
Beginenn Wyl ich schnnell
veil es derr herrscherr vil.

Nicht in die engere Wahl kam übrigens Holy Heinz, der sich wie folgt verlautbarte:

Auch wenn der Ruch hier streng grassiert,
man orkisch reimt und hohl parliert -
mein Dichterblut hilft mir auch hier:
Drum, Aleksandr, nehme mir!

Allgemeine Nachrichten aus Tau Ceti

Ich saß ganz fröhlich in meiner Burg und schaute nach leeren Truhen, um das Gold, das mein Heer aus Ferzweiflunk mitbringen sollte, unterzubringen. Ich begab mich also in die Schatzkammer, ohne viel Hoffnung, denn mein Schatzmeister hatte mir gerade einen Haufen Truhen dort aufgestapelt und - routinemäßig - einige geöffnet, um zu zeigen, daß sie voll waren. Ich mache eine auf: Voll. Ich mache eine zweite auf: Voll. Ich mache eine dritte auf: LEER! Entsetzt öffnete ich noch ein paar, und bis auf drei oder vier waren alle leer! Hatte dieses Luder von Schatzmeister doch glatt die vollen obenauf gestellt, damit ich glaube, sie wären alle voll. Wenn meine Schädelmannschaft mit dem Heer zurückkommt, hat sie wieder einen Ball zum Trainieren. Hoffentlich nützt es diesmal etwas.

Zwei Tage später, als ich festgestellt hatte, daß ich fast auf dem Trockenen saß, kam plötzlich einer der sechs Orks zurück, die zu Hause geblieben waren. Der Knilch stürmte in den Thronsaal und brüllte: "Boss, wir werden angegriffen!" Ich konnte mich einen Moment nicht rühren, aber als er weiterbrüllte: "Von Orkus!", da wußte ich, daß er log. Nicht Orkus griff an, sondern ein Erdbeben. Ich fiel platt auf den Bauch. Dieser Soldat stand bestimmt mit dem Erdbebengeist in Verbindung, er fiel nämlich kein bißchen hin. Das Erdbeben wurde stärker, und mir wurde schwarz vor Augen. Bevor ich endgültig weg war, rief ich noch: "Verteidigt die Burg bis zum letzten Mann!" Die Antwort hörte ich nur noch verschwommen: "Ich bin der letzte Mann!" Dann war es dunkel und still.

Als ich wieder aufwachte, stand Orkus in meinem Thronsaal. Erschrocken schaute ich mich um... Puh, seine 30 Orks, die im Saal waren, hatten die Vergoldung unter den Wandteppichen noch nicht entdeckt. Was tragen die denn da weg? Sch... Sie haben die Schatzkammer gefunden! "Tribut", sagte irgendeiner von diesen häßlichen Typen. "Tribut?", fragte ich mich. "Wieso denn?", fragte ich Orkus.

Die Antwort war einsilbig, aber ich begriff schnell, daß mein "Heer" mit einer 8:1-Überlegenheit zerschlagen worden war und meine Hauptmacht schleppte wohl noch immer die Goldkisten aus Ferzweiflunk herbei. Bei dem Gedanken wurde mir wohler. Aber diese Unterwerfung ist empörend.

Zum Jahr 5

L&T 31

Eine Ausgabe, die von diplomatischen Botschaften wimmelt. Meine Idee, ein Ork-T-Shirt produzieren zu lassen, scheiterte daran, daß die Firma, die ich in Aussicht nahm, pleite ging.

Amor und Charybdis

Tandaradei! Wie die Saite zittert!
Liebesglut im Orkenherz.
Wenn der Ork die Örkin wittert,
ergreift ihn gleich der Liebesschmerz.
Ton entringt sich seiner Brust -
Liebeslust!

Und schließlich hat sich's ausgesungen,
Liebesglut im Orkenherz.
Die Örkin wird alsbald gezwungen
und fühlt ihn selbst, den Liebesschmerz.
Verstört spürt sie der Triebe Hast -
Liebeslast!

Der Name des Autoren ist mir leider entfallen.

Kinderlied

Ich allein
werde dein
Mörder und Vertilger sein.
Fließt dein Blut,
bist du tut
und ich wohlgemut.

Die neueste Story aus Tau Ceti (Ork 15, Jahr 5)
Zum Jahr 4

Haste wohl gedacht, Orkus, wa? Aber so schnell ist ein Aleksandr Kerensky nun einmal nicht unterzukriegen. Tja, Leute, ich bin wieder da! Leider fehlt bei mir einiges, besonders in der Schatzkammer. Was habe ich deshalb dieses Jahr gemacht? Hach, war das ein Spaß! Ich habe ein Wagenrennen veranstaltet. Hier nähere Daten:

Strecke: Von der Stadt bis zur Grenze.
Teilnehmer: Mannschaft 1: Die Kaufleute, Mannschaft 2: Die Steuereintreiber
Startzeit: Sofort nach Bekanntgabe der Erhöhung des Steuersatzes auf 99%.
Regeln: Jeder Kaufmann, der von einem Steuereintreiber eingeholt wird, muß sofort seine Steuern bezahlen. Jeder, der über die Grenze fliehen kann, kommt so davon.

Das war ein Volksfest, manoman. Ach ja, für die, die es interessiert: Sieger wurden mit 52:0 die Steuereintreiber. Die Verlierer verzogen sich erst einmal aus Tau Ceti. Ist ja auch mehr als peinlich, daß nicht einer von ihnen es geschafft hat. Zugegeben, es war ein bißchen unfair, ihnen vorher die Pferde wegzunehmen, aber als Ausgleich haben die Steuereintreiber ihre Waffen ja auch zu Hause lassen müssen.

Was ist sonst noch los gewesen dieses Jahr? Eigentlich nichts. Die Auswahl eines neuen Hofdichters ist immer noch in Gang. Ein guter neuer Außenminister hat sich auch noch nicht gemeldet. Wo ich gerade dabei bin: Das viele Training hat meiner Schädelmannschaft wieder einmal nichts genützt. Vielleicht liegt es an dem neuen Trainer, der eine völlig neue Taktik eintrainiert hat?

Ansonsten war das spektakulärste Ereignis in diesem Jahr die sichere Rückkehr eines Spiones aus Antje's Residence (29). Alter Schwede, was hat der Junge (Beasthunter natürlich) für einen Stamm! 281 Wissenschaftler und ein WN von 70. Dazu die Pergamentrolle und einen Jahresertrag von 47e Salz im Jahr. Ach ja, den Tribut habe ich ihm auch noch gezappt, das war echt eine gute Aktion meines Magiers. Das einzige, was mich ärgert, ist, daß der Rote Ryan nun schon meinen dritten Spion versklavt hat.

Pyradonis gratuliere ich zum Sieg beim Schädeln, nächstes Jahr bin ich hoffentlich endlich mal dran.

Bis zur nächsten Plauderstunde und für alle nachträglich noch ein frohes neues Jahr (Jahr 6 nach Kuon nämlich).

L&T 32

Die Tim-Hesse-lose Zeit bricht an. Von nun an mußte L&T und Ork gut 11 Jahre ohne Zeichnungen von Tim Hesse auskommen. Erst 2000 hat sich Tim wieder bei mir gemeldet und einige seiner tollen Zeichnungen beigesteuert - unter anderem das neue Orktitelbild auf der Hauptseite.

L&T wird immer mehr durch "Botschaften an alle" geprägt. Dadurch bleiben die früheren längeren Artikel aus, und einige beklagen (nicht ganz zu Unrecht) ein sinkendes Niveau. Aber hier und da ragen einige interessante Spielberichte heraus. Nur beim Dichten ist die Spielpause von Kay-Viktor Stegemann alias Rulle Stahlfuß alias Cosmic Sepp deutlich zu spüren.

Eine Menge Zaubersprüche wurden abgeschafft, weil die Spielpraxis zeigte, daß sie nicht genutzt werden oder das Spielgleichgewicht stören. Aus Nostalgiegründen hier die Namen:

MORAL, ANTIGIFT, SPRUCHFLUCH, ANEIGNER, ENTFLECHTER, ZAP-DEN-TRIBUT, HINTERTÜR (kam in der PC-Version wieder), NAGEL, SKLAVENFÄULE, KALBFLEISCH, ANTIWECHSEL, MESMER, SCHLOBI'S SPECIAL (wurde SNAUGULS MIRAKEL).

In Ork 15 ist der Spieler des Häuptlings Boromir Gargamel, Michael Wieler, mit 22 Jahren an einer Krankheit, die er von Geburt an hatte, gestorben. Er soll, so ein Anruf seiner Mutter, bis zuletzt an seinen Orkzügen gefeilt haben; das Orkspiel lenkte ihn von seinem bevorstehenden Tod ab.

Es begab sich im Jahre 6 in Tau Ceti... (Ork 15)
Zum Jahr 5

Es begab sich im Jahre 6 in Tau Ceti, daß der Herrscher Alexandr Kerensky in höhnisches Gelächter ausbrach, als er vernahm, daß Gandolf allen Ernstes behauptet, er hätte sich mit einer Waldelfin vermählt, da schon in den Schriften des Weisen T. N. (weise? hüstel, hüstel) verkündet wird (V1.42, Seite 39/40): "Alle anderen Völker ziehen durch das Vorland in den Nordkontinent und errichten hinter sich die Letzte Wehr."

Seit dieser Zeit betraten bekanntermaßen nur einige Schwarzelben das Schwarze Reich. Im übrigen würde sich kein Elb soweit herunterlassen, einen Ork zu heiraten, noch nicht einmal ein Schwarzelb!

Doch ich will nicht allzu sehr vom Thema abkommen, sondern Euch stattdessen ein wenig erzählen. Zum Beispiel von einem Euch alle quälenden Problem: Wie habe ich es geschafft, daß ich der Gläubigste im Schwarzen Reich bin? Nun, es kamen zwei Ereignisse zusammen: Eines war die Tatsache, daß ich aufgrund der Einnahmen aus dem Volksfest im letzten Jahr eine sehr große Summe spenden konnte. Das zweite Ereignis war, daß der Erzpriester von Khurrad auf seiner alljährlichen Reise durch das Schwarze Reich auch dieses Jahr wieder in Tau Ceti vorbei schaute und ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt bei ihm eine schwere Krankheit ausbrach (welch Zufall...). Mein Erzmagier konnte die Krankheit jedoch heilen (Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen...), und der Erzpriester war so dankbar, daß er bei Khurrad ein gutes Wort eingelegt hat.

Meine Schädelmannschaft hat nun schon wieder nicht gewonnen, und weil ich keinen anderen Ballspender mehr hatte, mußte der Trainer herhalten. Ich übernehme das Training ab sofort selbst und werde jeden von den Versagern eigenhändig zu einem neuen Ball verarbeiten, wenn die Leute nicht langsam mal gewinnen.

Zu Jahr 7

L&T 33

Bei den Produktpreisen wurde Terrainfaktor und Preisprofil eingeführt. Der EM-Befehl in seiner heutigen Fassung wurde realisiert. Damals nur als Provisorium, aber Provisorien sind sehr haltbar, hat sich schnell gezeigt. Khurrads Sekretär (DOS-Version) wurde von mir als Shareware veröffentlicht. Schädeln kam immer mehr in die Kritik, was mich überzeugte, Schädeln für die PC-Version nicht zu übernehmen.

Neue Hochkönige: Ork 10

Hier hat es Tequila von Edelsbräu richtig gemacht: Gegen Schluß, als Illmir schon ungeduldig wurde, hat er einfach einen Konkurrenten nach dem anderen (gab auch nur noch zwei davon) unterworfen, um ihnen so Gollum-Punkte zu rauben. Und siehe, so sah die Gollumtabelle im Jahr 26 aus:

1. Hochkönig Tequila von Edelsbräu (38) mit 462 Punkten.
2. Großfürst Aschkar Knochenraspler (10) mit 437 Punkten.

Dem unbeteiligten GM war natürlich wieder mal nicht ganz verständlich, wieso Voltan (der dritte, der aber gerade Unterhäuptling war) und Aschkar sich nicht der Vernichtung von Tequila gewidmet haben. Hochkönig Tequila ist dagegen ein würdiger Nachfolger Kuons - herzlichen Glückwunsch!

Neue Hochkönige: Ork 12

Seit langem mal wieder ein Sieg durch eine Zwingburg! Sauron II. (22) wurde Hochkönig durch eine Burg der Klasse 5 und als Gläubigster. Die Neidtabelle:

1. Großfürst Derry (58) mit 497 Punkten,
erst 2. Hochkönig Sauron II. (22) mit 471 Punkten,
3. Großfürst Urukhal von der Schwarzen Klaue (42) mit 400 Punkten,
4. Großfürst Kougar Knochenknacker (40) mit 396 Punkten,
5. Häuptling Morgaine Montfalcon (46) mit 317 Punkten,
6. Großfürst Alferic (10) mit 301 Punkten,
7. Fürst Rumnuk Elb-Entferner (8) mit 290 Punkten.

Hier habe ich zugegebenermaßen nicht ganz mitgekriegt, wieso eigentlich Sauron II. gewann (durch Burgklasse 5, schon klar, aber wie kam es dazu?). Irgendwie schlich er sich nach vorne, und zack! war es soweit. Gut gemacht!

Dies war auch die Partie, in der Tim Hesse mitspielte.

Des Orkes Wunderhorn

Glubsch! Grumpf, schniff, sabber.
Karomm! Schlupf, uff, lechz.
Flutsch, zoing! Autsch, schnüffel, ächz,
platsch, platsch, rawumm! Seibel, labber!

Grrooaarrr!! Flitz, flutsch, dong!
Zawitsch, hechel, hechel, uff.
Jaul! Wischwasch, aaahh...! Kruff,
pfft, stapf, stapf, dong, boing!

Übersetzung aus dem Altorkischen: Er stapft grimmig durch den Matsch im Regen zur nächsten Kneipe. Sie ist voll, und man will ihn erst nicht hineinlassen. Aber er setzt sich durch, säuft einen Humpen und sucht sein Gold zum Bezahlen.

Fragen und Antworten

Warum startest du kein "kommerzielles" Postspielunternehmen?

Das ist mir zu unsicher. Ich glaube, daß Postspiele Modeerscheinungen sind. Jetzt ist zwar "Ork" wohlgelitten, aber vielleicht spricht in fünf Jahren keiner mehr davon. Und möglicherweise wäre ein nächstes Postspiel von mir ein Flop. Außerdem, so merkwürdig das klingt: ich bin von Beruf Verwaltungsbeamter, und mir gefällt das ziemlich gut - ich könnte nicht sicher sagen, ob ich von Beruf lieber Postspielanbieter (mit all diesen gräsigen Eingabetagen) oder Verwaltungsbeamter wäre, selbst, wenn es beim Postspielleiten kein Risiko gäbe.

Tau Ceti im Jahre 7
Zum Jahr 6

Leer war die Burg im Jahre 7 in Tau Ceti, weil ich mit einem guten Teil meines Hofstaates im Ausland weilte, genauer gesagt, in den westlichen Landen. Ein entfernter Verwandter von mir hatte mir die Möglichkeit eröffnet, durch die letzte Wehr dorthin zu reisen. Ich nutzte sie, um mich über die neuesten Fortschritte außerhalb des Schwarzen Reiches zu informieren.

Die seltsamste Entdeckung, die ich machte, war ein völlig anderes Staatssystem, das sich Degromanie oder Demoraki oder so ähnlich nennt. Das Erkennungszeichen dieser Staatsform sind sogenannte Wahlen. Dabei stellen sich mehrere Leute als neuer Häuptling (oder Fürst) zur Verfügung, und jeder im Volk schreibt auf einen Zettel, wen er gerne hätte.

Die Wirkung dieses Systems ist hauptsächlich, daß das Volk zufrieden ist, auch wenn es ihm noch so schlecht geht. Und notfalls kann der Häuptling (oder Fürst) sagen: Wählt doch das nächste Mal jemand anders!

Und da die Stimmung im Volk von Tau Ceti im Moment alles andere als gut ist, habe ich beschlossen, noch dieses Jahr Wahlen abzuhalten. Ich habe die Partei des Orkischen Colonialen Kampf-Erfolges (POCKE) gegründet und stelle mich mit meinen Ministern zur Wahl. Wenn Ihr mir ein wenig helfen wollt, dann schickt mir doch finanzielle Unterstützung für den Wahlkampf. Wenn ich mich nächstes Jahr nicht an dieser Stelle melde, dann wißt Ihr, was geschehen ist, und Ihr seid schuld daran!

Zu Jahr 8

L&T 34

Wir befinden uns im März 1990. Die PC-Version ist fertig. Sie ist nur für Testpartien offen, da ich vorhabe, das Programm an einen kommerziellen Anbieter abzugeben. Das Schädeln wird in der CPC-Version abgeschafft; in der PC-Version existiert es gar nicht erst.

Neue Hochkönige: Ork 11

Im 24. Jahr nach Kuon hat es Gully Ausguß geschafft und die Hochkönigskrone errungen. War gar nicht schwer. Zwar fragte Flogtug von Hinten noch abschließend, was aus seinem TERRAFORM-Spruch geworden sei (tja, Antimagie...), aber ansonsten: Widerstandslosigkeit und blasses Gewimmere war alles, was man von den Überlebenden vernahm. Viele Überlebende waren es übrigens nicht: vier Orks bzw. Schwarzelben, die es geschafft haben, die Wirren in der ehemaligen Zauberkugelpartie zu überstehen.

Zuerst war vorgesehen, diese Partie in einer kleinen Fantasy-Zeitung namens "Zauberkugel" öffentlich zu kommentieren. Diese Zeitung wurde von Thorsten Franz herausgegeben. Leider hat der Herausgeber gleich bei den ersten beiden Zügen einen NMR gemacht. Das war der Grund, warum sich dann Cosmic Sepp erbarmte.

Darunter Gryf, der als Dritter und Kanzler zur Linken vorsätzlich seine Chance verspielte, Hochkönig zu werden. Am Schluß antriebsarm, war ihm hoch anzurechnen, daß er bis zuletzt mitgespielt hat. Kanzler zur Rechten wurde Flogtug von Hinten. Noch ein, zwei Züge, schrieb er, dann hätte er es geschafft, wie in Ork 8 (als Gutgolf) einen "major upset" loszulassen. Und so unglaublich es klingt - wenn Flogtug alias Gutgolf das schreibt, könnte es sogar stimmen. Den undankbaren vierten Platz belegte Schagrat [aka Ingo Scholten], ein tapferer und langjähriger Streiter in vielen Orkpartien.

Neue Hochkönige: Ork 13

Das war für mich eine echte Überraschung. Den letzten Teil dieser Partie könnte man auch "Sturm auf Argahd" nennen. Ich habe selten einen Stammesführer gesehen, der so viele entschlossene Feinde so lange überlebt hat. Obwohl, da gibt es ja auch noch Styx in Ork 14 - ob das ein gutes Omen für ihn ist? Der verdiente Lohn traf Argahd bereits im 16. Jahr nach Kuon: die Hochkönigskrone mit Burgklasse 5 und als Gläubigster. Das letzte Jahr überlebte er, weil Gonzo und Tasseiban als gute Orkspieler, die sie nun mal sind, lieber kurzfristig mies im Trüben fischen wollten (tschüß, Hägar!), anstatt langfristig zu denken, nämlich beispielsweise an das nächste Jahr. Dadurch scheiterte die Plünderung von Argahd. Mal wieder übrigens, Ork 13 war ansonsten merkwürdig friedlich. Jeder wirtschaftete so vor sich hin. Die meisten kriegten kaum ihren Stamm zum Laufen. Argahd hatte zum Schluß knapp 72.000 Goldohren und 2.400 Bauern; mager für einen Hochkönig. Bis zum Schluß blieben alle (fast alle, siehe Hägar) im Spiel: 11 freie Stammesführer in der Abschlußtabelle. Allerdings muß ich vielleicht dazu sagen, daß an dieser Partie mit einer Ausnahme nur Anfänger teilgenommen haben, die noch nie vorher Ork gespielt haben. Nicht, daß das eine Entschuldigung für diesen unorkisch friedlichen Ausgang ist!

Zeichner: Wolfgang Beck

Ein Erklärungsversuch, warum Gutgolf immer so wenig Bevölkerung hat

Ganz selten wird auch mal ein Ork melancholisch
und denkt bei sich: "Bin viel zu mies, denn obwohl ich
die Bauernorks ein um das andre Mal füttre
und mit meinen Jungs um den Ernteerfolg zittre,
überkommt mich die Liebe zu Leiden und Not,
wenn meinem Volk wieder der Hungertod droht."

Der ünkerige Wolgast

"Macht nichts", dachte sich Bleedel, als er mit zusammengekniffenen Lippen seinen aufgeschlitzten Oberschenkel musterte, "ich hab ja noch ein anderes Bein." Und schaute dem ünkerigen Wolgast nach, wie der mit einem schmunzlichten Gesichtsausdruck auf allen seinen drei Extremitäten davonwackelte. Bleedel hatte kaum mitbekommen, was passierte. Für List & Tücke exklusiv eine Zusammenfassung der Ereignisse:

Bleedel versuchte gerade, einen Schmonzblecker die Eier unterm Hintern zu stehlen, als er von hinten ein Rascheln und "He, du da! Das sind meine Eier!" hörte. Die Frage, ob der ünkerige Wolgast (denn um den handelte es sich) diese Auffassung zu Recht vertrat, mußte Bleedel dahingestellt sein lassen, denn ein Schnitt! ein Zuck! und schon saßen die ünkerigen dreieckigen doppelten Zahnreihen tief in seinem Oberschenkel. Hätte Bleedel nicht das Zauberwort gewußt ("Laß mein Bein bitte los...") - wer weiß, ob Bleedel noch zu der eingangs zitierten lakonischen Bemerkung über sein amputationsreifes Bein gekommen wäre.

Moral: Hörst du einen Wolgast rascheln, solltest du nicht Eier nascheln.

Oder: Ünkern ist des Wolgasts Freude, darum dieses Urvieh meide.

Tau Ceti im Jahr 8 (Ork 15)
Zu Jahr 7

Ein Traum wurde wahr für mich, als ich sah, daß meine Belagerung bei Alci erfolgreich war. Von Anfang an träumte ich davon, unter "Eure Unterhäuptlinge" Alcis Namen zu finden, und nun, im Jahr 8, ist es endlich soweit. Obwohl Orkus und Midas wohl die gleiche Idee hatten, gelang es meinem geliebten Heer, sie zu überzeugen, sich ihre blutigen Köpfe woanders zu holen. Nach einer heldenhaften Belagerung gelang es mir schließlich, die letzten verbliebenen Verteidiger niederzumachen und in die Burg einzuziehen.

Wie ich Euch Futterneider kenne, wird jedoch schon dieses Jahr einer versuchen, mir Alci wegzunehmen. Ach übrigens, Orkus, findest Du es nicht auch eine Unverschämtheit, direkt von meiner Nase eine Burg zu errichten? Ist ja wohl klar, daß ich dieses Jahr mal schaue, ob jemand zu Hause ist.

Zur Entwicklung in Tau Ceti:

Nach einem heißen Wahlkampf blieb meine Partei als einzige übrig. Meine Leibwache hatte eben Erfahrung beim Schädeln gesammelt. Die Partei gewann die Wahl mit 99% der Stimmen. Die Kaufleute enthielten sich nämlich.

Die Jubelveranstaltung war auf 10 Tage angesetzt, wurde jedoch auf 20 Tag verlängert, als der Sieg des Heeeres in Dead's End bekannt wurde. Als schließlich Khurrads Erzpriester verkündete, ich wäre noch immer der Gläubigste im Schwarzen Reich, wurde ein ganzer Monat zum Feiern verbraucht. Und als die Karawane wiederkehrte, ohne daß man sie ausgeraubt hatte, feierte man weitere 10 Tage.

Tja, der einzige wirkliche Rückschlag in diesem Jahr war die Tatsache, daß die Schädelmannschaft wieder einmal keinen Sieg verbuchen konnte. Das Gerücht, ich hätte den Hofdichter zu einem Trainingsschädel verarbeitet, entspricht übrigens nicht der Wahrheit. Er floh aus Tau Ceti, bevor ich dazu kam.

L&T 35

Pressemäßig gesehen war diese Ausgabe ein echter Tiefpunkt. Das hatte sie vor allem Necator dem Großen zu verdanken.

Grrr, der Betrüger
Zur Replik

Originalversion

Grrr, der Betrüger
ist der größte Lügner.
Wir sollten ihn vertreiben,
er darf nicht mehr lange bleiben.
Zum Glück kämpft er allein,
das dumme alte Schwein.
Wir werden ihn fertig machen,
da hat er nichts zu lachen.
Und nun, weil man es gerne hört,
sag ich, er wird sehr bald zerstört.

Ich hatte Kovhar Schädelspalter aka Kay-Viktor Stegemann gebeten, sich dieses wirklich schrecklichen Gedichtes anzunehmen. Heraus kam folgendes:

Quallenversion

Grrr pflegt zu betrügen
und wie so mancher seiner Sorte
verdreht er listig seine Worte
und manchmal - es ist kaum zu fassen,
Ihr könnt es glauben oder lassen,
erzählt er schlichtweg Lügen!
Gebt zu, Ihr werdet mich verstehen,
jetzt ist's nicht mehr mit anzusehen.
So hört mich zu und laßt mich sagen,
ich hätt da etwas vorzuschlagen:
Wir stürmen bei ihm Tür und Tor,
und nehmen Grrr uns einmal vor,
befreien ihn von Hemd und Hose,
verschweißen ihn in einer Dose,
die werfen wir ins Klo und spülen,
dann werden wir uns besser fühlen.

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